12. März 2026

Wie gross ist der ökologische Fussabdruck einer Erdsondenbohrung wirklich?

Viele Bauherren entscheiden sich für eine Erdsondenwärmepumpe, um langfristig CO2 zu sparen. Das ist grundsätzlich richtig: Im Betrieb sind Wärmepumpen sehr effizient und klimafreundlich.

Doch eine Frage wird selten gestellt:

Wie viel Energie und CO2 steckt bereits in der Installation?

Gerade bei Erdsonden lohnt sich ein genauer Blick.


Was passiert bei einer Erdsondenbohrung?

Eine klassische Erdsondenanlage benötigt je nach Gebäude 150 bis 250 Meter Bohrtiefe, oft sogar mehrere Sonden.

Dafür kommen schwere Bohrgeräte zum Einsatz:

  • Bohrturm mit mehreren Tonnen Gewicht
  • Dieselbetriebene Hydrauliksysteme
  • Transport per Schwerlast-LKW
  • Zementierung der Bohrlöcher
  • Abtransport des Bohrmaterials

Der Energieeinsatz ist erheblich.

Je nach Tiefe und Bodenbeschaffenheit werden ca. 150 bis 200 Liter Diesel pro Bohrung benötigt. (Berechnung: Dauer einer Bohrung mal der stündliche Verbrauch der Bohrmaschinen, Quelle: www.fws.ch)


Was bedeutet das in CO2?

1 Liter Diesel verursacht rund 2,6 kg CO2.

Das ergibt:

  • 150 Liter → ca. 390 kg CO2
  • 200 Liter → ca. 520 kg CO2

Zur Einordnung:
Das entspricht ungefähr 2’500 Kilometern Autofahrt mit einem modernen Diesel-PKW.

Und das betrifft nur die Bohrung selbst – nicht Transport, Materialproduktion oder eventuelle Nacharbeiten im Garten.


Der “ökologische Rucksack” von Heizsystemen

In der Nachhaltigkeitsbewertung spricht man vom sogenannten ökologischen Rucksack.
Damit ist die gesamte CO2-Belastung gemeint, die entsteht, bevor ein Produkt überhaupt in Betrieb geht.

Bei Heizsystemen gehören dazu:

  • Herstellung der Komponenten
  • Transport
  • Installation
  • Bauarbeiten
  • Materialeinsatz

Im Betrieb sind Erdsonden sehr effizient.
In der Erstellung jedoch energieintensiv.

Ein fairer Vergleich muss beides berücksichtigen.


Sind Erdsonden deshalb schlecht?

Nein.

Erdsonden sind technisch ausgereifte und sehr effiziente Systeme.
In vielen Situationen sind sie sinnvoll – besonders bei Neubauten mit guter Planung.

Aber:

  • Bohrungen sind nicht überall erlaubt
  • Grundwasserzonen schliessen Erdsonden aus
  • Bewilligungen dauern teilweise Monate
  • Installationskosten sind hoch
  • Der Garten muss oft wieder instand gesetzt werden

Es lohnt sich also, Alternativen mitzudenken.


Wie geht nullpunkt mit diesem Thema um?

Bei nullpunkt haben wir uns bewusst gefragt:

Wie kann man eine Wärmepumpe in der Nacht so leise machen wie eine Erdsonde, ohne den energetischen und finanziellen Aufwand einer Bohrung

Unser Triton-System verzichtet vollständig auf eine Erdsondenbohrung.

Stattdessen nutzen wir:

  • Umgebungsluft
  • zeitlichen Wärmetransfer
  • die Latentwärme von Wasser
  • einen kompakten 1’000 Liter Eisspeicher

Damit entfällt:

  • der Dieselverbrauch der Bohrgeräte
  • Schwerlasttransporte
  • Zementierung
  • Erdarbeiten im Garten

Nachhaltigkeit beginnt nicht erst im Betrieb – sondern beim Einbau.


Der ehrliche Systemvergleich

Wenn man Heizsysteme fair vergleichen will, sollte man betrachten:

  1. Investitionskosten
  2. Effizienz im Betrieb
  3. Geräuschemissionen
  4. Flexibilität am Standort
  5. CO2 im Betrieb
  6. CO2 bei der Erstellung

Erst die Gesamtbetrachtung zeigt, welches System zur jeweiligen Situation passt.


Fazit: Nachhaltigkeit ist mehr als Betriebs-COP

Wärmepumpen sind ein zentraler Baustein der Energiewende.

Doch Nachhaltigkeit beginnt nicht erst, wenn die Anlage läuft.
Sie beginnt beim ersten Spatenstich.

Eine Erdsonde ist effizient.
Eine Luftwärmepumpe ist flexibel.
Ein Eisspeichersystem verbindet Effizienz mit Installations Vorteilen – ohne Bohrung.

Am Ende zählt nicht Ideologie, sondern Transparenz.

Wenn du wissen möchtest, welches System für dein Einfamilienhaus sinnvoll ist, lohnt sich ein ehrlicher Vergleich. Gerne beraten wir von nullpunkt AG dich auch kostenlos um dir ein korrektes Bild deiner Möglichkeiten zu machen.